Ernst Friedrich – Krieg dem Kriege

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Anti-Kriegs-Museum: Am Eingang stand ein Schild: “Eintritt für Menschen 20 Pfennig, für Soldaten frei”. Die Reichswehr fühlte sich beleidigt. Ernst Friedrich kam ins Gefängnis. Er hatte bald eine Stammzelle, in der er Strafen für derlei Delikte absaß.

Am Museumseingang hingen zwei Lampen, an einer Lampe ein deutscher Stahlhelm mit “Nie wieder”, an der anderen ein französischer mit “Plus jamais”. Die Stahlhelme waren umgedreht und dienten als Blumenampeln.

Es kam 1933. SA marschierte mit ruhig festem Schritt vor Ernst Friedrichs Museum und montierte von der Aufschrift das “Anti” ab. Nun hieß es “Kriegsmuseum”. Auf höheren Befehl machte man “Erstes Berliner Revolutionsmuseum der SA-Standarte 6, Berlin” daraus. Am 28. Februar wurde Ernst Friedrich verhaftet und ins Zuchthaus gesteckt. (Der Spiegel, 1950)

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